Deutschland bekommt Biene-Maja-Freizeitparks
14 april 2010
Door op 22:45

Deutschland bekommt Biene-Maja-Freizeitparks

14.04.2010, 11:47

Wer seine Kleinen bespaßen will, bringt sie etwa in den Europa-Park oder ins Phantasialand. Bald gibt es Konkurrenz: Aus den Trümmern von EM.TV baut ein belgisches Unternehmen Parks mit Maja, Wicki und Heidi.

von Lutz Knappmann, Cannes

Rund um berühmte Trickfilmfiguren wie Biene Maja, Wickie und Heidi will das belgische Medienunternehmen Studio 100 in Deutschland Freizeitparks für Kinder aufbauen. "Bis 2013 wollen wir in Deutschland zwei oder drei Indoorthemenparks eröffnen", sagte Patrick Elmendorff, Chef der deutschen Vertriebstochter Studio 100 Media, der FTD. Standorte nannte er nicht. Am Rande der Fernsehmesse MipTV kündigte er auch, dass Studio 100 derzeit neue Animationsserien mit den drei seit Jahrzehnten bekannten Zeichentrickfiguren produziert. An Biene Maja ist das ZDF als Co-Produzent beteiligt. 

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Karel Gott ist am 22.08.01 neben den Figuren Biene Maja und Willie Stargast bei der Aufzeichnung zur 25. Geburtssendung der "Biene Maja"

Die Rechte an den Figuren liegen bei der früheren Unterhaltungssparte des Medienkonzerns Constantin, die Studio 100 Mitte 2008 für 41 Mio. Euro übernommen hat. Der damals noch unter EM.Sport Media firmierende Rechtehändler hatte den Verkauf des Unterhaltungsgeschäfts als letzten Schritt seiner Sanierung bezeichnet.

Studio 100 ist der führende Anbieter von Kinderunterhaltung in den Beneluxstaaten mit einem Konzernumsatz von 110 Mio. Euro. Als Vertrieb für Kinderformate im Fernsehen sind die Belgier in mehr als 100 Ländern aktiv. In Deutschland betreiben sie unter der Programmmarke Junior einen Pay-TV-Kanal bei Sky und beliefern Sender wie Nick, Super RTL und das ZDF.

Nun wollen sie mit dem zugekauften Unterhaltungsgeschäft wachsen. "Wir haben EM.Entertainment nicht nur gekauft wegen der 18.000 Stunden Programmbibliothek, sondern wegen des Potenzials, das in Marken wie Biene Maja, Wickie, Heidi und anderen steckt", sagte Elmendorff. "Für unser internationales Geschäft war der Deal ein Fundament."

Mit den Plänen für eigene Freizeitparks weitet Studio 100 das Geschäftsmodell auf Deutschland aus, mit dem es in Belgien bereits Erfolg hat. "Das werden Parks sein, in denen fünf bis sechs unserer Programmmarken jeweils einen Bereich haben", so Elmendorff. "Es geht darum, die Marken erlebbar zu machen." Auf dem belgischen Heimatmarkt macht die Firma auch Liveshows, produziert Kinofilme und verkauft etwa Maja-Figuren.

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© 2010 Financial Times Deutschland

Bron: www.ftd.de

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